Taüll

Städteführer
Taüll ist ein charmantes Dorf aus Steinhäusern, das sich in der wunderschönen Landschaft der Pyrenäen befindet und sich über dem berühmten Tal La Vall de Boí erhebt. Die Umgebung des Nationalparks Aigüestortes i Estany de Sant Maurici ist atemberaubend und bietet die perfekte Kulisse für Aktivtourismus und Bergsport. Die romanischen Kirchen Santa Maria und Sant Climent, beide aus dem 12. Jahrhundert, und Weltkulturerbe der Menschheit, stehen dem allerdings in nichts nach.

Nicht versäumen

- Die zwei zum Weltkulturerbe erklärten romanischen Kirchen bewundern: Sant Climent de Taüll und Santa Maria de Taüll
- Die schneebedeckten Pisten des Skigebiets Boí-Taüll Resort heruntersausen.

Vorschläge

Die Berglandschaft auf den vorhandenen Wanderungen und Ausflügen genießen, insbesondere in der Gegend, die zum Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici gehört.
  • Landkreis: Alta Ribagorça
  • Provinz: Lleida
  • Ort: Taüll
  • Einwohnerzahl: 266
  • Webseite: http://www.ajuntamentvalldeboi.cat
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Geografische Lage

Taüll befindet sich auf einer gewissen Höhe im Tal Sant Martí, eines der kleinen Untertäler, die zum Boí-Tal gehören. Es handelt sich um ein Gebiet des Hochgebirges, geprägt durch Wiesen, Wälder, Bäche und Gipfel, die sich über 2500 Meter erheben. Lo Pessó Petit (2792 Meter) und der Tuc des Carants (2799 Meter) sind die höchsten der Berge. Das Dorf ist Teil der Gemeinde Vall de Boí und sein Gebiet befindet sich teilweise im Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici. Abgesehen vom Dorfkern, der von einem Bach in zwei geteilt wird, gehören zur Gemeinde auch die Siedlung El Pla de l‘Ermita und das Skigebiet Boí-Taüll Resort.

Klima

Das Klima hängt deutlich von der Topographie ab und ist mediterran geprägt, wenn auch durch das Gebirge und die Entfernung zum Meer stark beeinflusst. Es gibt wenig Niederschlag, der allerdings in den Höhen stark sein kann (im Winter schneit es). Im Sommer regnet es vorwiegend in den Bergen, während der Winter eher trocken bleibt.

Wirtschaftaktivität

Die ursprünglich wichtigste Einkommensquelle war die Viehzucht in Kombination mit der Herstellung von Heu, Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchten sowie der Forstwirtschaft. Trotzdem ist mittlerweile der Tourismus zum Hauptpfeiler der lokalen Wirtschaft geworden.

Geschichte

Der Name „Taüll“ rührt vom baskischen Ausdruck Ata-Uli her, was „das Dorf des Passes“ bedeutet. Früher war das Boí-Tal nämlich über einen Bergpass bei Taüll erreichbar, weshalb der Ort als „Tor zum Tal“ bekannt war. Aus diesem Grund breitete sich das Dorf im Mittelalter stark aus, während gleichzeitig die katalanischen Grafschaften entstanden. Als Beweis der damaligen Bedeutung stehen heute noch die drei romanischen Kirchen im Dorfkern.

Das sollte man ansehen

Das reiche romanische Erbe ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Taüll, dank der zwei im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärten Kirchen innerhalb des Kontextes der romanischen Kirchen von La Vall de Boí: Santa Maria und Sant Climent.

Die Kirche Sant Climent de Taüll im unteren Teil des Dorfes ist das wichtigste Werk der katalanischen Romanik. Sie wurde auf dem 12. Jahrhundert datiert und entspricht der lombardischen Romanik. Der sechsstöckige Glockenturm und die Wandmalereien sind definitiv einen Besuch wert, der Star des Baus ist aber der Pantokrator der zentralen Apsis, dessen Original sich im Nationalen Kunstmuseum von Katalonien (MNAC) in Barcelona befindet.

Die Kirche Santa Maria de Taüll befindet sich an der Plaça Major und ist ebenfalls im Stil der lombardischen Romanik aus dem 12. Jahrhundert gebaut. Sie wird von einem fünfstöckigen Glockenturm gekrönt. Außerdem kann eine Nachbildung der Wandmalereien im Innern bewundert werden, deren Originale sich im MNAC befinden.

Im Dorfkern von Taüll existierte einst eine dritte romanische Kirche, Sant Martí de Taüll, von der heute nur noch einige Überreste vorhanden sind. Schließlich gibt es noch die Wallfahrtskapelle Sant Quirce de Taüll (12. Jahrhundert), die über ein Schiff und eine Apsis verfügt und sich hundert Meter über dem Dorfkern befindet, in der Siedlung El Pla de l'Ermita, die ihr ihren Namen verleiht.

Das sollte man tun

Die Umgebung des Hochgebirges in Taüll bietet die perfekte Kulisse für Aktivtourismus. Einerseits befindet sich ein Teil der Gemeinde im Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici, von wo aus zahlreiche Routen und Ausflüge unternommen werden können, sei es zu Fuß, mit dem Mountainbike oder dem Pferd. Der GR 11, der Pyrenäenwanderweg, durchquert die Gemeinde und verläuft durch den Dorfkern von Taüll und El Pla de l'Ermita.

Andererseits befindet sich jenseits von El Pla de l'Ermita das Skigebiet Boí-Taüll Resort, wo Sie den Schnee auf den Pisten genießen können.

Außerdem lohnt es sich, an den Traditionen des Stadtfestes von Taüll mitzumachen, das am dritten Wochenende im Juli stattfindet: Der Abstieg der Falles, die Tänze Pla, Sant Isidre und La Pila.

Umgebung

- Ein Besuch der anderen zum Weltkulturerbe erklärten romanischen Kirchen von La Vall de Boí lohnt sich: La Nativitat de Durro, Sant Quirc de Durro, Sant Feliu de Barruera, Sant Joan de Boí, Santa Eulàlia d’Erill la Vall, Santa Maria de Cardet und Santa Maria de l’Assumpció de Cóll.

- Die wunderbaren Altstädte der folgenden Orte sind sehenswert: Erill la Vall, Barruera, Boí, Cardet, Cóll und Durro.

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