Naturlandschaft von nationalem Interesse Vall del Monestir de Poblet

Naturlandschaft von nationalem Interesse
Santa María de Poblet ist eine der bedeutendsten Klosteranlagen in Europa. Sie wurde von der UNESCO zum Erbe der Menschheit erklärt. Sie ist Grablege der Könige der katalanisch-aragonesischen Krone und enthielt seit Beginn im Jahr 1153 ein Gebiet, das den Mönchen die Versorgung mit dem Nötigen ermöglichte. Es war hauptsächlich mit Wald bedeckt.

Der Poblet-Wald wurde zusammen mit den Tälern oder Schluchten Santíssima Trinitat und Tillar durch die katalanische Regierung zur Naturlandschaft von nationalem Interesse erklärt. Dadurch erhalten sie einen höheren Schutz als ein Naturpark, um die Umgebung des Zisterzienserklosters zu bewahren. Der Park erstreckt sich über 2.276 ha.

Dieser natürliche Raum liegt in dem Becken Conca de Barberà am Nordhang der Prades-Berge, die Teil der katalanischen Vorküsten-Kordillere sind. In dieser Landschaft entspringt außerdem der Fluss Francolí, der in Tarragona mündet.

Der Poblet-Wald enthält den größten Steineichenhain in Katalonien und ist die einzige Gemeinschaft der Eichenspezies Quercus pyrenaica (Roble malojo oder marojo). Außerdem finden sich hier zahlreiche Exemplare hundertjähriger Kastanienbäume. Als weitere Baumarten finden wir im Park Aleppo-Kiefer, Schwarzkiefer, Eibe, Zeder oder Tanne vor. In den Wäldern leben Wildschwein, Dachs, Reh und Spitzhörnchen. In der Luft über ihnen kreisen Steinadler und Habichtsadler sowie, nicht ganz so hoch, Kleiber und Wasseramsel. In den Bergen, 500 m über Meeresspiegel, wird hauptsächlich Wein angebaut.

Die nördliche Ausrichtung des Gebiets und die beträchtliche Höhe, die auf dem höchsten Berg, dem Tossal de la Baltasana, 1.202 m erreicht, verschaffen dieser Landschaft ein etwas kühleres und feuchteres Klima, als es ihr aufgrund des Breitengrades zustehen würde. Es gibt zahlreiche natürliche Quellen, einige mit stark eisenhaltigem Wasser.

Seit der Gründung des Klosters war der Park reichlich besiedelt. Die Mönche bauten drei Landwirtschaftsbetriebe in Castellfollit, La Pena und El Tillar. Sie wurden Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen neu aufgebaut und dienen heute der Forstwirtschaft. In La Pena ist ein Schneespeicher oder Eisbrunnen erhalten, der die Klostergemeinschaft mit Eis versorgte. Außerdem gibt es Funde aus dem Neolithikum und der Ibererzeit sowie ein Sarrazenenbauwerk, der Turm Torre del Moro.

Diese Landschaft ist ideal für Picknick und Spaziergänge, aber auch für anspruchsvollere Ausflüge. Das Kloster liegt nämlich an der Zisterzienser-Route, die Poblet mit Santes Creus und Vallbona de les Monges verbindet. Im Park sind auch Mountainbikes auf den Forstwegen sowie Ausritte zu Pferde, Bogenschießen, Klettern und Höhlenforschung erlaubt.
  • Jahr der Erklärung: 1984
  • Vorschrift: Gesetz 22/1984 vom 9. November zur Einrichtung einer Naturlandschaft von nationalem Interesse in einem Teil des Tals Monasterio de Poblet. Das Dekret 279/1998 vom 21. Oktober zur Durchführung des Gesetzes 22/1984 vom 9. November, das einen Teil des Tals Monasterio de Poblet zur Naturlandschaft von nationalem Interesse erklärt, und zur Schaffung der Teil-Naturreservate der Schluchten Barranco del Titllar und Barranco de la Trinidad.
  • Fläche: 3379
  • Eigentümer: Gemischt oder beides
  • Gemeindegebiet: Espluga de Francolí, l'; Vimbodí i Poblet.
  • Informationszentren: N
  • Geschlossene Tage im Jahr: Abierto todo el año.
  • Sprachen: Katalanisch, Spanisch

Einrichtungen

Für Menschen mit Behinderungen zugänglich

Unterkunft

Parkplatz

Picknickbereich

Hörsäle

Bäder

Bar/Cafeteria

Geschäft

Kinderspielplatz

Schutzhütte

Flora

Der Zerreichenwald ist die bedeutendste Pflanzengemeinschaft der Region und einzigartig in Katalonien. Interessant sind auch die Flaumeichenwälder sowie die zahlreichen Eiben und Stechpalmen und andere Arten wie Linde, Hasel, Erle, afrikanische Eiche, Kirsche, Ahorn und Berg-Ahorn. Zu den Pflanzenarten, die hervorgehoben werden sollten, gehören die Tarragona-Weide, blauer Eisenhut, echtes Labkraut, Futterwicke, Fetthennen und viele andere.

Fauna

Es gibt über neunhundert Arten, von denen die meisten wirbellose Tiere sind. Einige davon sind endemisch, wie z. B. bestimmte Arten terrestrischer Schnecken, echte Radnetzspinnen, Krustentiere, Hundertfüßer und Schmetterlingen. Was die Wirbeltiere betrifft, so sind die Vögel am zahlreichsten und es gibt einige sehr interessante Vögel sowohl in Waldgebieten (u. a. Schlangenadler, Habichte, Zwergohreule und Waldkauze) als auch in felsigen Gebieten (Steinadler, Habichtsadler und Wanderfalken) sowie in Busch- und landwirtschaftlichen Gebieten (Mäusebussarde, Turmfalken und Schleiereule). Das Wildschwein ist das am weitesten verbreitete Säugetier, obwohl es auch Fleischfresser wie Füchse und Ginsterkatzen, andere Pflanzenfresser wie Hasen, Kaninchen und Eichhörnchen und eine Vielzahl von Fledermausarten gibt.

Routen

In Vimbodí und Poblet ist das Glasmuseum (Museo del Vidrio), bekannt für die Schönheit der Exponate einen Besuch wert. Man sieht live, wie Glas geblasen wird. Naturroute durch den Steineichenwald von La Pena.

Ornithologietourismus

WAS GIBT ES IN DER UMGEBUNG?
Naturlandschaft von nationalem Interesse Vall del Monestir de Poblet
  • Naturlandschaft von nationalem Interesse Vall del Monestir de Poblet

  • Adresse:Straße Alberg de Joventut Jaume I, s/n

  • 43440 Espluga de Francolí, l'

  • Tarragona / Costa Daurada

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  • Adresse: Straße Alberg de Joventut Jaume I, s/n

  • 43440 Espluga de Francolí, l'

  • Tarragona / Costa Daurada

  • Telefon:977 871 732

  • Fax:977 870 101

  • E-Mail:pnpoblet@gencat.cat

  • Web:http://parcsnaturals.gencat.cat/ca/poblet

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