Coll de Panissars-Alcarràs= Etappe 9: von L’Estany nach Artés

Während dieser Etappe des Jakobsweges, von L’Estany bis Artés, gelangt man durch kein Dorf. Es ist eine lange und wenig befahrene Strecke mit einer Landschaft voller Eichen- und Steineichenwälder.

Auf der gesamten Etappe des Jakobwegs zwischen L’Estany und Artés gibt es kein Dorf. Es ist eine lange und wenig besuchte Strecke mit einer sehr schönen Landschaft. Die Route, die fast immer bergab führt, geht durch große Eichen- und Steineichenwälder, und man hört kaum etwas anderes als die Geräusche der Natur. Es besteht die Möglichkeit eines Umwegs in die Dörfer Santa Maria d’Oló und Calders, die sich in der Nähe der Route befinden, aber wenn Sie gut mit Wasser und Essen versorgt sind, ist dieser Umweg unnötig. Die Route durchquert einen großen Teil von Moianès, einer gut abgegrenzten natürlichen Unterregion, auch wenn sie für verwaltungstechnisch nicht anerkannt ist. Es nimmt ein Plateau von fast abgerundeten Formen ein, das in der Mitte der zentralkatalanischen Depression zwischen dem Ter- und dem Llobregat-Becken liegt.

Von Anfang an, am Ausgang von L’Estany, folgen Sie der Beschilderung des Fernwanderwegs GR. Nachdem Sie den Bergpass von Sant Pere passiert haben, folgen Sie weiter geradeaus dem der GR-177-1 in Richtung Santa Maria d’Oló auf dem Weg nach Rubís. Nach zwei Kilometern erreichen Sie die Gebirgskette von Rovirassa oder Rubís und einen Kilometer später die Ruinen von Mas und die Wallfahrtskapelle Sant Miquel. Hinter der Wallfahrtskapelle befindet sich ein Treppenabsatz, von dem man einen guten Blick auf den Landkreis hat.

Etwas weiter kreuzt der Weg die Straße, die nach Santa Maria d’Oló führt. Das Dorf ist in zwei Teile geteilt: der alte Teil, auf einem Hügel mit Blick auf das Oló-Flussbett, und der neue Teil, der sich am Fuße des des Hügels befindet. In der Nähe des Dorfes gibt es einige kleine Kernbereiche, die von Kirchen oder Wallfahrtskapellen gebildet werden, und einige Häuser um das Dorf herum. Besonders erwähnenswert ist die romanische Kirche Sant Feliuet de Terrassola aus dem 11. Jahrhundert. Und auch Sant Jaume de Vilanova, eine der bemerkenswertesten romanischen Wallfahrtskapellen mit kreisförmigem Grundriss in Katalonien, die dem Mas Vilanova angegliedert ist. Es gibt auch einige befestigte Bauernhöfe, wie Mas del Ciuró, Mas de Vilarassau, Mas Rocafort und Mas Rocabruna.

Wenn der Pilger ins Dorf hinaufgegangen ist, muss er den gleichen Weg zurückgehen, um seinen Weg fortzusetzen. In diesem Abschnitt folgt der GR der Straße – man muss vorsichtig sein, denn sie hat wenig Spielraum. In Rojans angekommen, folgt man dem Weg – jetzt ein Feldweg – und durchquert das kleine Dorf Urbissol. Der GR biegt dann nach links in Richtung Calders ab, aber der Wanderer muss ihn verlassen und geradeaus weitergehen, um nach Artés zu gelangen.

Wenn der Reisende sich mehr Zeit nimmt und sich Calders nähert, wird er sehen, wie sich das Dorf auf einem Hügel erhebt, der die umliegende Landschaft dominiert. Die Geschichte der Stadt ist mit der ihrer Burg verbunden, deren Ruinen bis zum höchsten Punkt der Gemeinde reichen. Urkundlich belegt aus dem 10. Jahrhundert sind Reste einer Mauer und eines meisterhaften Turms zu sehen. Die Kirche Sant Vicenç de Calders befindet sich in unmittelbarer Nähe eines gepflegten Platzes. Es handelt sich um ein mächtiges Gebäude romanischen Ursprungs, das im 17. Jahrhundert komplett umgestaltet wurde. Artés ist der Endpunkt der Etappe. Am östlichen Ende der Bages-Ebene gelegen, ist es ein Dorf, das für seine Weine bekannt ist, die als Wein mit Herkunftsbezeichnung (D.O.) Pla de Bages produziert werden. Es lohnt sich, die Altstadt zu besichtigen, wo man die Stadtmauern einer alten Festung und den alten Glockenturm der Pfarrkirche Santa Maria aus dem 10. Jahrhundert besichtigen kann. Neben dem Turm sind die Reste der Apsis zu sehen. Unter dem Bürgersteig der Kirche wurden die Fundamente eines früheren Gotteshauses und mehrerer Gräber gefunden. Die umliegenden Straßen, die ältesten im Dorf, sind eng und steil und voller Geschichte.

Der Pilger wird auf der nächsten Etappe noch mehr Geschichte entdecken. Diese führt ihn nach Manresa, vorbei am Kloster von Sant Benet de Bages.

  • Klassifizierung der Route: Architektur, Geschichte, Natur
  • Verkehrsmittel: Zu Fuß, Mit dem Fahrrad
  • Schwierigkeitsgrad: Anfänger, Mit Grundkenntnissen
  • Streckenlänge: 24,93 km
  • Dauer: 6 h 30 min
  • Bergauf (m): 204
  • Bergab: 764
  • Besuchszeiten: Ganzjährig
  • Fremdenverkehrsämter: Santa Maria d'Oló
  • Provinz: Barcelona
  • Landkreis: Bages
  • Interessante Stellen: Monestir de Santa Maria, Estany, l', Wallfahrtskapelle Sant Miquel, Santa Maria d’Oló, Urbissol, Artés
  • Beschilderung: 
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