Coll de Panissars-Alcarràs. Etappe 1a: von Jonquera nach Vilabertran

Der katalanische Jakobsweg hat zwei mögliche Anfänge: Port de la Selva-Sant Pere de Rodes und Jonquera. Diese Variante beginnt genau am Grenzpunkt, dem Panissars-Bergpass.

Der katalanische Jakobsweg hat zwei mögliche Anfänge: Port de la Selva-Sant Pere de Rodes und Jonquera.

Der erste hat den symbolischen Wert, von der Küste aus zu starten und erlaubt es daher, Katalonien Stück für Stück zu durchqueren. Er führt auch am Kloster Sant Pere de Rodes vorbei, das im Mittelalter nach Santiago de Compostela das wichtigste Wallfahrtszentrum der iberischen Halbinsel war.

Der zweite hingegen beginnt an der Grenze zu Frankreich und verbindet sich mit einer der europäischen Routen, die seit der Antike von Pilgern aus Okzitanien, Italien, Deutschland und den osteuropäischen Ländern am meisten benutzt wurden. Diese Variante beginnt genau am Grenzpunkt, dem Panissars-Bergpass.

Um dorthin zu gelangen, ist es am besten, in das Dorf Perthus auf französischem Gebiet zu fahren. Dort folgen Sie der Avenida de França und den Straßen von Mas Rimbau und Fuerte de Bellaguarda. Letztere ist eine schmale Straße, die allmählich zur Burg hinaufführt. Vor der Ankunft finden wir die ausgeschilderte Abzweigung, die zum Panissars-Bergpass führt. Die alte Via Augusta führte durch diesen Ort, der von Rom aus nach Cádiz führte. Noch heute gibt es ein Fragment einer mehr als fünf Meter breiten römischen Straße und zwei große Plattformen, die die Basis für Trophäen waren, die Pompeius der Große 71 v. Chr. errichtete. Es gibt auch die Ruinen des vorromanischen Priorats von Santa Maria de Panissars. Die Ausgrabungsarbeiten ermöglichen den Blick auf mehrere Räume, wie die Vorhalle, den Kreuzgang und die Küche. Außerdem gibt es in der Nähe einen Grenzmeilenstein des 18. Jahrhunderts, einen französischen Soldatenfriedhof aus dem 17. Jahrhundert und einen Festungsturm mit einem Falltor und äußerst sehenswerte Schießscharten zur Verteidigung.

Vom Bergpass aus nehmen Sie den Weg von Cal-Bel in Richtung N-II. Wenn Sie den Burros-Bergpass erreichen, nehmen Sie den Weg nach rechts, überqueren die Bahnstrecke, überqueren den Llobregat d’Empordà über die Brücke von Sant Julià und nehmen die Kreuzung in Richtung Mas de la Granja. Dort folgt man einem Pfad, der den Zuggleis und den Fluss erneut überquert.

Sie kommen in La Jonquera an. Hauptplatz auf der Strecke der alten Via Augusta. Nach der Unterzeichnung des Pyrenäenvertrags im Jahre 1659, der die Grenze zwischen Frankreich und Spanien festlegte, gewann der Ort La Jonquera als Grenzübergang und Handelszentrum an Bedeutung. Heute ist die Ortschaft ein riesiges Dienstleistungsgebiet mit großen Restaurants und Supermärkten. Auf der Höhe des Rathausplatzes befindet sich Ca n’Armet, ein zweistöckiges neoklassizistisches Herrenhaus, das Räume mit pompejanischer Malerei beherbergt. In der Nähe befindet sich die Pfarrkirche Santa Maria aus dem 17. Jahrhundert mit einem Kirchenschiff mit Seitenkapellen, einem Querschiff mit Kuppel und einer halbrunden Apsis. Der Glockenturm ist einen achteckig. Die Fassade ist das einzige erhaltene Element des alten Gotteshauses aus dem 15. Jahrhundert und enthält gotische Elemente. Wenn Sie das Dorf auf der Carrer Mayor verlassen, fahren Sie durch den Stadtpark von d’en Lloveres und folgen dem Fluss bis zur Autobahn AP-7, die Sie über eine Überführung überqueren. Dort finden Sie die Markierungen des GR-2-Wanderwegs, der den Wanderer durch die Mautstellen und die Porta Catalana-Raststätte nach L’Estrada führt.

L’Estrada ist ein kleines Dorf mit Steinhäusern und dem Charme der ländlichen Gebiete des Inlands von Alt Empordà. Der Ortsname (von lat. Strata, „gepflasterter Weg“) sagt deutlich aus, dass der Königsweg hier entlangführte. Der Jakobsweg fällt in diesem Abschnitt immer noch mit dem GR-2 zusammen.

Der Weg führt durch Steineichenwälder bis zur Burg von Mont-roig. Dort gabeln sich die beiden Routen. Der Jakobsweg geht am Hügel der Festung entlang und nimmt die Straße nach Mont-roig, die schließlich nach Biure führt. Das Dorf hatte seinen Ursprung in einem Klosterbesitz aus dem Hochmittelalter am Zusammenfluss der Flüsse Llobregat und Ricardell. Heute ist es ein kleines Dorf mit engen, steilen und ruhigen Gassen, die einen sehr versetzten Kern bilden, mit Häusern, deren Erdgeschosse einst Kellereien waren. Auf dem Dorfplatz herrscht fast absolute Ruhe. Auf ihm thront die Kirche Sant Esteve mit ihrem achteckigen Glockenturm.

Der Weg führt zuerst die Straße GIV-5043 entlang und dann weiter auf dem Tramonts-Weg. Er führt über einen Hügel, auf dem sich die Überreste des Klosters und das Heiligtum von Mare de Déu del Roure befinden. Das Kloster wurde auf das 15. Jahrhundert datiert, obwohl Belege gefunden wurden, die darauf hindeuten, dass sein Ursprung bis auf das 13. Jahrhundert zurückreicht. Das Heiligtum wurde 1638 gesegnet. Sein ruinöser Zustand war das Ergebnis der Schlacht, die an diesem Ort während des Großen Krieges im November 1794 geführt wurde.

Vom Heiligtum führt eine asphaltierte Straße nach Molins, einem der beiden Zentren der Gemeinde Molins und Pont de Molins. Molins ist seit dem 10. Jahrhundert als Besitz des Klosters Sant Pere de Rodes dokumentiert. Von der Burg, die sich direkt vor dem Dorf befindet, sind noch viele Elemente erhalten: der Turm, die Stadtmauern und die Reste der romanischen Kapelle. Bekannt unter dem Namen Torre d’en Buac, war sie Teil des Verteidigungssystems von Llers (zu dessen Gemeindebezirk sie gehörte) und war eine der elf Burgen, die diese Stadt umgaben.

Wir folgen dem Weg weiter. Nach einem Kilometer erscheinen die Häuser von Pont de Molins, die sich am Ufer des Llobregat d’Empordà erstrecken. In verschiedenen Teilen der Gemeinde gibt es Reste von alten Mühlen.

An der Grenze zur Gemeinde Cabanes, wo die Via Augusta verlief, die mit gelben und blauen Markierungen gekennzeichnet ist, ist die Wegstrecke des alten Camino de Calzada erhalten geblieben. Im Mittelalter war dieser die Verlängerung eines Abschnitts der Via Augusta und als französischer Weg bekannt.

 Wenn wir das Dorf verlassen verläuft die Route des Jakobsweg 600 Meter parallel zur Nationalstraße. Im Anschluss folgt sie dem Ufer des Flusses Muga, bis sie die Straße GIV-6024 überquert. Nach der Überquerung kann man Vilabertran sehen, eine Stadt, die ganz in der Nähe von Figueres liegt, wo der La Jonquera-Weg auf den von Port de la Selva und Sant Pere de Rodes trifft.

  • Klassifizierung der Route: Architektur, Geschichte, Natur
  • Verkehrsmittel: Zu Fuß, Mit dem Fahrrad
  • Schwierigkeitsgrad: Mit Grundkenntnissen
  • Streckenlänge: 32 km
  • Dauer: 8 h
  • Bergauf (m): 769
  • Bergab: 856
  • Besuchszeiten: Ganzjährig
  • Fremdenverkehrsämter: La Jonquera
  • Provinz: Girona
  • Landkreis: Alt Empordà
  • Interessante Stellen: Bergpass von Panissars, Jonquera, la, Estrada, l', Biure, Heiligtum Mare de Déu del Roure, Molins y Pont de Molins, Vilabertran
  • Beschilderung: 
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