Calella de Palafrugell

Städteführer
Alte Fischerhäuser mit bunten Türen, Gassen, welche das Meer mit der Kirche verbinden, Bögen, von denen aus man die ameisenähnlichen Inselchen bewundern kann, kleine Strände für Familien und ruhige Buchten unter rötlich gefärbten Klippen und leuchtend grünen Pinien – Calella de Palafrugell ist die Essenz des Mittelmeerraumes.

Nicht versäumen

- Ein Spaziergang durch die Altstadt Port Bo um das Meer von den Bögen Les Voltes aus zu bestaunen.
- Sich eine Schwimmweste anziehen und ausgerüstet mit Taucherbrille und Schnorchel die Unterwasserwelt zwischen der Felsen an der Küste entdecken.

Vorschläge

- Bei einem Besuch im Winter erfreut sich der Magen an einer Garoinada, einem Gericht aus frisch gefangenen Seeigeln.
  • Landkreis: Baix Empordà
  • Provinz: Girona
  • Ort: Calella de Palafrugell
  • Einwohnerzahl: 655
  • Webseite: http://www.palafrugell.cat
Nimmt teil an: Zauberhafte Dörfer
Nimmt teil an: Zauberhafte Dörfer

Geografische Lage

Calella de Palafrugell ist ein Küstenort der zur Gemeinde Palafrugell in El Baix Empordà gehört. Das Küstengebiet ist ziemlich uneben und beherbergt kleine Buchten, Kaps und felsige Ausläufer. Im Norden grenzt es an Llafranc, das ebenfalls zur Gemeinde Palafrugell gehört, und im Süden an die Strände der Gemeinde Mont-ras. Im äußersten Süden befindet sich das Naturschutzgebiet Castell-Cap Roig, ein wunderschöner Park auf einem felsigen, rötlich gefärbten Kap.

Klima

Das mediterrane Küstenklima von Palafrugell kennzeichnet sich durch milde Temperaturen das ganze Jahr über dank der Nähe zum Meer. Der jährliche Niederschlag beträgt ungefähr 410 Millimeter. Die Sommermonate sind heiß und bleiben auch nachts schwül.

Wirtschaftaktivität

Die Wirtschaft der Ortschaft stützt sich ausschließlich auf die Tourismusbranche. Es gibt unzählige Immobilienmakler, welche die Haus- und Wohnungsvermietung verwalten sowie Hotels und Restaurants.

Geschichte

Zu den ältesten Überbleibsel der Gemeinde Palafrugell gehört der Llafranc-Dolmen, der aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. stammt, sowie die Iberische Siedlung Sant Sebastià de la Guarda aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.

Calella entstand als Fischerdorf und wurde vermehrt von Piraten und Korsaren angegriffen. Zum Schutz wurden mehrere Wachtürme gebaut, von denen einige auch heute noch, wenn auch in renovierter Form, zu Häusern und Gehöften der Gegend gehören.

Die Eroberung durch die Touristen begann in den 1960er-Jahren und hält auch heute noch an, wenn auch gemäßigter als in anderen Ortschaften der Costa Brava.

Das sollte man ansehen

Die wohl meist fotografierte Ecke der Ortschaft ist das historische Ensemble von Port Bo und Les Voltes, ein Arkadengang mit großen Bögen direkt am Meer, die verschiedene Fischerhäuser miteinander verbindet. Heutzutage beherbergen die Häuser im Erdgeschoss Restaurants, die auf Seemannsküche spezialisiert sind.

Von dort aus entfalten sich verschiedene Gassen, die zur Kirche Sant Pere führen, ein Gotteshaus vom Ende des 19. Jahrhunderts, das weiß gestrichen ist und auf dessen Glockenturm eine große Uhr thront.

Zu den besonderen Gebäuden des Dorfes gehören die Casa Rocamora, eingeklemmt zwischen den Felsen und zwischen den Stränden En Calau und La Platjeta; die Casa Verdaguer, die Ende des 19. Jahrhunderts als Erweiterung einiger alter Bäder erbaut wurde und die ebenfalls auf den Felsen zwischen den Stränden Port Pelegrí und Sant Roc steht, sowie die Casa Sagrera im neoklassizistischen Stil.

Der Passeig del Canadell, der sich am gleichnamigen Strand und nördlich des Strandes Port Bo befindet, ist eine außergewöhnliche Mischung von Häusern aus verschiedenen Stilrichtungen, die sich schlussendlich aber harmonisch zusammenfügen.

Typisch für Calella sind auch die Guardabots, kellerähnliche Bauten, die sich an verschiedenen Stränden finden. Sie wurden früher zur Lagerung der Schiffe und der Fischerutensilien genutzt, sind heutzutage aber größtenteils zu Bars, Restaurants und kleinen Wohnungen umgebaut worden.

Im Süden der Ortschaft und innerhalb des Naturschutzgebiets Castell-Cap Roig breiten sich die Gärten El Cap Roig aus, ein spektakulärer botanischer Garten auf einem kleinen Kap. Außer der Pflanzensammlung gibt es hier verschiedene Aussichtspunkte, von denen man einen atemberaubenden Blick auf die Küste, das Meer und den Archipel Formigues genießen kann.

Das sollte man tun

Calella verfügt über eine große Anzahl an Stränden und Buchten mit mittelfeinem Sand und einer sehr interessanten Unterwasserwelt für Schnorchel-Fans.

Zu den wichtigsten gehören der Strand Port Pelegrí, wo sich ein hervorragendes Restaurant im Freien und ein Tauchzentrum befinden; der Strand Canadell mit seinen charakteristischen Guardabots und der Strand Golfet, zu dem einer der schönsten Abschnitte des Camí de Ronda führt.

Der Camí de Ronda, ein Küstenweg entlang der Costa Brava, ist besonders schön an dieser Stelle und verläuft auf einem angenehmen Spaziergang bis nach Llafranc und Cap Roig.

Tauch-Begeisterte kommen hier bestimmt auf ihre Kosten, bei Tauchgängen in der Umgebung mit felsigen Wänden voller Weichkorallen.

Zu den besten Arten, die Küste von Calella zu entdecken und zu den paradiesischen Buchten zu gelangen, ist mit dem Kajak, das man am Strand Port Pelegrí oder Canadell mieten kann.

Umgebung

In Palafrugell gibt es drei Orte, die zum Kulturgut von Nationalem Interesse erklärt wurden: der Turm Sant Sebastià und der Turm Can Mario in der Kategorie für Historische Denkmäler, und Port Bo in Calella in der Kategorie für Historische Ensemble.

Über dem Kap Sant Sebastià erhebt sich der älteste Wachtturm der Gemeinde. Er wurde 1441 erbaut und enthielt damals eine dem Märtyrer und Stadtheiligen gewidmete Kapelle im untersten Stock. Im 18. Jahrhundert wurden ein Heiligtum sowie eine neue Kirche und ein Gästehaus für Pilger aus dem ganzen Land hinzugefügt.

Die Pfarrkirche Sant Martí besteht aus einem Hauptschiff und Seitenkapellen aus dem 15. Jahrhundert bzw. der Spätgotik. Die Hauptfassade sowie der nicht fertiggestellte Glockenturm und ein Teil der hinzugefügten Bauten stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und entsprechen dem Barockstil.

Das Museumsangebot von Palafrugell ist vielfältig. Neben dem Korkmuseum kann das Zentrum für zeitgenössische Kunst Can Mario (Stiftung Vila Casas) im ehemaligen Sitz der Korkfabrik Manufacturas de Corcho S. A. besucht werden. Zur Gemeinde gehört auch die Stiftung Josep Pla, die das Werk dieses von L'Empordà begeisterten Schriftstellers verbreiten möchte.

Archäologiefreunde finden in einem Pinienwald zwanzig Minuten von Llafranc entfernt den Dolmen Can Mina dels Torrents, der von 3400 bis 3000 v. Chr. stammt. Auf dem Berg Sant Sebastià wurden 1960 Überreste einer Iberischen Siedlung gefunden, deren Ausgrabungen noch nicht abgeschlossen sind.

Nimmt teil an: Zauberhafte Dörfer
Nimmt teil an: Zauberhafte Dörfer
WAS GIBT ES IN DER UMGEBUNG?
Calella de Palafrugell
  • Calella de Palafrugell

  • Costa Brava

  • Calella de Palafrugell
  • Calella de Palafrugell

  • Costa Brava

Was dich noch interessieren könnte
Grand Tour de Catalunya
Grand Tour de Catalunya
#CatalunyaExperience nº3
#CatalunyaExperience nº3 Zeitschrift